Schweiß, Tränen, Triumphe und danach.....dem Traum ein großes Stück näher!
Trainer Lehrgang mit Marina Perner auf der Reitanlage von Claus Theurer in Neuwied am 29.07.2007
Unser Traum ?
...ein guter Ausbilder für Pferd und Reiter zu werden!
Wir waren achtzehn Anwärter auf die Trainer `C & B` Lizenz und haben uns 8 bzw. 18 Tage lang von unserer Trainerin Marina Perner auf unsere bevorstehende Aufgabe vorbereiten lassen. In dieser harten aber herzlichen Zeit haben wir uns unterstützt und motiviert. Wir haben gegrübelt, gelacht, geweint, und so manches mal verzagt. Unterm Strich haben wir trotz alledem super viel Spaß gehabt.
In der ersten Woche des Lehrgangs haben wir einiges über unsere Reitweise gelernt, wo doch eigentlich jeder dachte „ wir können doch Reiten, und unser Sitz, was ist denn daran auszusetzen?“ Genau! Wie schon gesagt wir “ dachten wir könnten es“, jedoch belehrte Marina unsere Kursleiterin, uns eines besseren. Mit Marinas „ pro Pferd- Einstellung“ haben wir schnell begriffen, dass die Selbstwahrnehmung nicht unbedingt identisch mit der Realität ist. „Welcome to Reality“, diesen, für Marina Kenner, schon bekannten Satz sollten wir noch so manches mal hören. Immer mit einem kleinen Schmunzeln in Marinas Gesicht. Manchmal fragte sich der eine oder andere schon, warum man sich selber solch einem Druck aussetzt und sogar noch dafür bezahlen muss.
Jetzt wissen wir es !
Jeder, wirklich jeder einzelne von uns. hatte schon vor dem Lehrgang eine wirklich gute Grundeinstellung zum Pferd. Horsemanship ist der Grundgedanke unseres Handelns. Doch Marina zeigte uns auf simple Art und Weise wie es noch sanfter zu schaffen ist Pferde zur willigen Mitarbeit zu motivieren. Wir hatten täglich Aha-Effekte in Form von wirklich pferdegerechtem und vor allen Dingen noch freundlicheren fein aufeinander abgestuften Hilfengebungen.
In dieser Zeit lernten wir ganz explizit wie kooperativ unsere Pferde eigentlich wirklich sind. Ich betone nochmals, wir waren von Anfang an nicht grobpfotisch oder so was in der Art – ehrlich!Doch je mehr ich im nachhinein darüber nachdenke, desto mehr hinterfrage ich was wir vorher so alles für fair und freundlich gehalten haben. Ja, ich sehe große Probleme auf uns zukommen!
Die möglichen Probleme?
Ich glaube wir differenzieren in Zukunft ziemlich verschärft „Gutes Reiten,
schlechtes Reiten“ und in Bezug auf die >Unterrichtserteilung möglicherweise auch „Gute Zeiten, schlechte Zeiten.“ Ich denke ihr wisst schon was ich meine.
Ok, nun zum Lehrgang
Die nächsten Tage waren eine Mischung von Reiten, unterrichten und selbstverständlich von theoretischen Unterricht geprägt. Hierbei lernten wir, dass unser heutiges Pferd, vor zig Millionen Jahren nur 25- 40cm groß war und im Wald lebte, Laub fraß und mit seinem ausgeprägten Fluchtinstinkt überlebte. Tja, soviel zum Thema scheuen! Manch einer denkt „Hallo“ was hat das mit reiten und unterrichten zu tun? Sind wir nicht hierher gekommen um zu lernen, wie man anderen Leuten das Reiten beibringt? Stimmt genau, aber wir haben viel über unsere Vierbeiner, glaube ich, nicht sooo genau gewusst und waren bei verschiedenen Themen doch sehr überrascht in wie weit wir unser Wissen noch um wichtige und hilfreiche Informationen erweitern konnten. Am Ende der 1. Woche nachdem bereits soviel Input in unseren Köpfen steckte, erhielten wir die freudige Nachricht, ( für wen sie freudig war wissen wir bis heute noch nicht so genau) unsere Lehrproben in den zwei folgenden Unterrichts freien Wochen verfassen zu dürfen.Es ahnte wohl kaum einer zu diesem Zeitpunkt, dass er eigentlich eine Art Doktorarbeit schreiben würde, an der noch bis kurz vor dem Abgabedatum herumgefeilt und korrigiert wurde.
Gut….das wäre ja nicht das schlimmste das man sich Nächte lang mit dieser Arbeit herumgeplagt hat, doch zu allem Überfluss setzte Marina unsere schriftliche Prüfung ebenfalls für genau diesen Mittwoch an. Tja ihr möget denken , Na und `, was für ein Problem, nö kein Problem nur die winzige Tatsache das wir die Abende vorher ja mit unserer Lehrprobe verbrachten und uns vor Müdigkeit die Augen zufielen, wir nun kaum noch Zeit hatten unsere tagsüber gelernte Theorie also noch mal zu vertiefen und zu festigen. Aber ein Dickes Lob an Marina, sie hat uns so toll und intensiv vorbereitet, dass jeder seine 20 Fragen beantworten konnte., dies bezieht sich natürlich auch auf unsere umwerfenden schriftlichen Unterrichtsentwürfe.
„ Germany`s next Topmodel“
Hübsch sollten wir zur Prüfung aussehen so Marinas Aussage mit der versteckten Botschaft „ Die Richter tragen auch ein Jackett und einen ordentlichen Hut“. Tja, und wieder war es da: „ Welcome to Reality „ es ist soweit, die Prüfung kam erschreckend nah. Dies brachte selbstverständlich auch die Diskussion über unser Outfit, welches wir für diesen Tag zusammenstellen sollten, mit sich. Alles wirklich alles was nicht ging ist uns eindeutig klar gemacht worden, dass waren zu kurze Jeans und Opi- Hüte die mit Stickern bespickt sind. Ja genau, solche wie Angler sie an ihren Hüten tragen, nur das hier die ganzen Reitabzeichen quasi beim „Seepferdchen“ angefangen bis zum Bronzenen Abzeichen an demselbigen angesteckt waren. Ich glaube, nein ich bin sicher, wir haben uns halb totgelacht….. War ne echt supercoole Model- Show! Hey, waren wir hübsch! – Nichts ist unmöglich!!! Alles in allem Waren wir ein super Team. Wir haben viel für die Zukunft mitgenommen und konnten aus Marinas jahrelanger Erfahrung und ihrem Gentle Touch viel wertvolles für unsere Zukunft mitnehmen. Nur einem Motto haben wir 20 Trainer Anwärter standhaft getrotzt: Auf Einzel Schicksale kann keine Rücksicht genommen werden ( wie immer mit dem verschmitzten lächeln in Marinas Gesicht und nicht so ganz ernst gemeint) Dies beweißt ihre Einsatzbereitschaft oftmals über 12 Stunden pro Lehrgangstag.
Nun das übliche:
Wir bedanken uns bei Marina Perner sie ist wirklich eine super Trainerin!!!!!
Ein ganz großes Dankeschön auch an Jenny Schellhorn. Sie hat diesen Kurs im Vorfeld perfekt organisiert. Ebenso ein fettes Dankeschön an Claus Theurer. Claus unterstützte uns abends bis noch später in die Puppen, mit dem bewältigen von Trailhindernissen. Zum Schluss sei noch unsere hohe Wertschätzung gegenüber der Prüfer der EWU und der Deutschen Reiterlichen Vereinigung für ein hartes aber absolut faires richten unserer Prüfung erwähnt.
Zurück zum Traum: Wir Alle haben es geschafft unserem Traum ein erhebliches Stück näher gekommen zu sein. Die Basis unseren Traum zu verwirklichen haben wir in diesem Lehrgang zu Genüge erfahren dürfen! In der Hoffnung das zukünftige Schüler Marina nicht nur gut hören sondern auch sehen, beglückten wir sie mit dieser schrillen DOKR – Jacke. Die Freude war, wie man deutlich sieht, riesig!
Zum Abschluß gab es noch ein gelungenes und beeidruckendes Shaubild von Elke, Wir hatten wirklich sehr viel Spass!!!
Die neuen Trainer C:
Anja Jores –Faustmann, Eva Maria Vogtel, Jutta Obst, Gloria Reder-Hövel, Janine Hämmerling, Eva Horsch, Andrea Rüprich, Simone Pengel
Die neuen Trainer B:
Werner Merle, Martina Hayn, Hildegard Kramer, Manuela Stracken, Martina Braun, Karola Wisser, Gabriele Janiak, Biggi Küpper, Jenny Schellhorn, Elke Pütz-Gebel
Herzlichen Glückwunsch euch allen!
geschrieben 2007, von Simone Meier
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