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Kursberichte 2007

Je weniger eine Hand verrichtet, desto zarter ist ihr Gefühl! (William Shakespeare)

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Marina Perner | Trainer A EWU / DSB


BESONDERHEITEN

Rinderkurs
Bucking Horse Stable - 2007

KURSDETAILS UND INFORMATIONEN

Lehrgang Bucking Horse Stables

Je weniger eine Hand verrichtet, desto zarter ist ihr Gefühl! (William Shakespeare)

....von einem harmonischen miteinander in der Triologie Mensch, Pferd und Rind / Lehrgang auf den Bucking Horse Stables in Brunsbüttel unter der Leitung von Marina Perner – Trainerin A Westerneiten

Unter dem Motto „Einführung in die Rinderarbeit“ lernten zehn Kursteilnehmer, Wege zur Konfrontation mit dem unbekannten Wesen Rind kennen. Zunächst erklärte Marina uns die Spielregeln im Bezug zur Rinderarbeit. Sie erwähnte das sie tendenziell in den Bereich Cutting mit uns gehen möchte. Der Grund hierfür, ergibt sich aus der Zielsetzung und somit auch der Vorgehensweise der verschiedenen Rinderdisziplinen. Ihre Philosophie lässt kein hinter dem Rind herjagen und das damit oft verbundene ziehen am Zügel oder unangemessenen Sporeneinsatz zu.

Sie erklärte uns ihr Prinzip folgendermaßen: Das Heranführen des Pferdes geschieht durch ein Umreiten der Herde auf dem Mittelzirkel der Arena. Dies bringt eine ruhige Ausgangsbasis für die Pferde als auch für die Rinder. Im weiteren Verlauf reiten wir einzeln durch die Herde. Hierbei lernt das Pferd zum erstenmal das Rinder vor ihm weichen. In Anbetracht des ausgeprägten Fluchtinstinktes mancher Pferde ist dies der erste Schritt zur Entwicklung von Selbstbewusstsein im Bezug auf das ihm fremde gehörnte Wesen. Danach geht es dann mit dem abtrennen eines bestimmten Rindes weiter. Dies alles sollte in Ruhe, mit guter Strategie und vor allem mit koordinierter Hilfengebung geschehen. In diesem Part der Ausbildung geht es darum die Grundlagen der Gelassenheit bei Reiter und Pferd zu etablieren. Da keiner von uns ein ausgebildetes Cuttingpferd besitzt versuchen wir nicht die Rinder am zurückkehren zur Herde zu hindern. Im Bedarfsfall reiten wir zur Herde zurück und holen einfach ein anderes.

Da es sich um ausgesprochen nette, eher langsame Rinder handelt nehmen wir die Pferde vom Rind weg wenn dieses still steht. Wir bestärken unsere Pferde durch Lob und nehmen es für ein paar Minuten aus der Arbeit. Auf diesem Wege bleibt das Pferd Gewinner – es kann gar kein Rind verlieren! Später, um ein Rind zunächst für ein oder zwei Turns zu halten, lernen wir unsere Pferde auf bestimmten Linien zu reiten, anzuhalten und zu wenden. Wir müssen im Hinterkopf immer zur Herde denken. Niemals dürfen wir einem Rind hinterher jagen!

Uns wurde relativ schnell bewusst, das es hier nicht nur um den Spaßfaktor, sondern um Reiter und Pferdeschulung im Detail geht. Also eine Art Strategieentwicklung mit guter Horsemanship als Grundlage. Ok, den ersten Tag verbrachten wir mit der Trockenarbeit. Hier wurde unsere Koordination für die verschiedenen Manöver erarbeitet. Auch People Cutting war ein Thema, wir hatten wirklich riesigen Spaß und erfuhren viel über die Bewegungstaktik eines Rindes.Die Herren unter uns entpuppten sich zu wahren Kuh-Professoren. War das ne Gaudi!

Ab dem zweiten Tag ging es dann in der beschrieben Vorgehensweise an die Rinder. Einige von uns hatten schon ein wenig Sorge um das, was wohl geschehen wird wenn sie Face to Face vor der Kuh stehen. Aber alles war gut!!! Weder die Rinder noch die Pferde waren auch nur eine Sekunde unter Stress. Marinas Schulungsprinzip der Triologie Mensch, Pferd und Rind hatte 100 %igen Erfolg. Alles lief perfekt, wir waren alle in der Lage ein bestimmtes Rind mit Ruhe und Sachverstand von der Herde zu separieren. Das alles in wunderschöner Manier. Es war eine schöne Erfahrung zu erkennen wie viel Sinn unsere Pferde in dieser Rinderarbeit sahen. Aber nicht nur Pferde profitieren von solch einem Lehrgang. Wir Reiter haben hierdurch gelernt was es heißt intuitiv aber dennoch koordiniert mit weicher Zügeleinwirkung zu reiten. Eine Erfahrung fürs Leben. Unsere Hände sehen wir mehr den je als helfende Hände zur besseren Verständigung zwischen Pferd und Reiter. Am Ende des Lehrgangs waren wir in der Lage ein ausgesondertes Rind welches zurück zu seiner wollte für zwei bis drei Turns zu halten. Es war ein super schöner Lehrgang für alle Beteiligten und wenn ich nicht genau wüsste das es eher unwahrscheinlich ist, würde ich behaupten die Rinder hatten auch ein wenig fun! Tolle runde Sache, wir sehen uns im nächsten Jahr zum Teil 2 der Triologie Mensch, Pferd und Rind in Brunsbüttel

Geschrieben 2007

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