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Kursberichte 2005

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Pressetext E. Eickmeier Beckum
DZ: Ausbildung zum Trainer
HZ: Beim Westernreiten werden Trainer gesucht



Beckum(em). Wer schon immer gern mit Pferden gearbeitet hat und keine Stelle auf dem Arbeitsmarkt findet, sollte den Blick in Richtung Westernreiten wenden. Die Trainerin Marina Perner, die aus dem Kölner Raum stammt weis, das Trainer in diesem Bereich gesucht werden. Wie in anderen Sparten gibt es auch hier eine Staffelung, die von Trainer C, über Trainer B und Trainer A reicht. Um überhaupt an einem 18-tägigen Kurs teilzunehmen, an dessen Ende die Prüfung zum Trainer C steht, müssen die Westernreiter eine Vielzahl von Voraussetzungen erfüllen. Dazu gehörte die Mitgliedschaft in der EWU (Erste Westernreitunion) oder einem angeschlossenen Verein, Vollendung des 18. Lebensjahres, Besitz des Westernreitabzeichens Bronze und des Deutschen Longierabzeichens, Nachweis in erster Hilfe und die Teilnahme an einem Sport- und Vorbereitungsseminar oder einem Lehrgang zum Berittführer, Vorlage eines polizeilichen Führungszeugnisses. In diesem Kurs, so erzählt Marina Perner, lernen die Teilnehmer alles rund ums praktische Reiten sowie die Unterrichtserteilung. Im Vordergrund steht die Sportpädagogik, die Reitlehre, das sportbezogene Basiswissen, die Pferdehaltung, Veterinärkunde und die Sicherheit im Umgang mit dem Pferd.“

Die Teilnehmer machen diesen Kurs mit, um ihr Wissen zu vertiefen und zu lernen, wie sie pädagogisch mit Menschen umgehen müssen. Wer diese Hürde geschafft hat, kann nach dem Sammeln von Routine die Trainer-B Lizens machen. Sie bildet die zweite Stufe der durch den Sportbund lizensierten Ausbildung der Ausbilder. Mit dieser Lizens weist der Ausbilder folgende Fähigkeiten nach: spezielle Inhalte des Breitensports, disziplingebundene Ausbildungssystematik im Leistungssport, besondere Aufgaben des Pferdesports oder Ausbildungsinhalte in speziellen Reitweisen zu kennen, zu analysieren und zu begründen und Unterrichtseinheiten zu planen. Am Ende des 8-tägigen Vorbereitungslehrgang mit 60 Unterrichtseinheiten à 45 Minuten steht die Prüfung durch drei Richter. Bei erfolgreichem Abschluss darf man sich Trainer B-Westernreiten (Reitwart) nennen. Die dritte Stufe bildet die Trainer A-Lizens. Die Tätigkeit als Trainer A umfasst die Planung und Durchführung von Unterrichtskonzeptionen über zusammenhängende Ausbildungszeiträume, Lehrgangskonzeptionen sowie die Organisation der Ausbildung in kleineren Pferdesportvereinen oder Ausbildungsstätten und die Koordination der dabei eingesetzten Ausbilder. Nach dem Abschluss der Prüfung darf man sich Amateurreitlehrer nennen. Die Trainerin Marina Perner, die selbst diese Ausbildung besitzt, berichtete, das es in Deutschland nur rund 20 Trainer mit der Lizens A gibt. „Gute Trainer werden ständig gesucht und sind schwer zu finden“, so die erfahrene Frau, die seit 20 Jahren mit Reitschülern arbeitet. Gelacht wird bei der harten Arbeit natürlich auch viel, denn Sprüche wie „Du musst geübt haben“ oder „ich bin sehr stolz auf dich“, lassen kaum ein Auge trocken. Selbstverständlich wird nicht nur von morgens bis abends geritten, sondern auch Theorie gebüffelt. Jeder Schüler hat eine schriftliche Lehrprobe anzufertigen, in der die zu vermittelnden Lehrziele festgehalten werden, die Organisation des Unterrichts, die zu benutzenden Medien (Hütchen, Musik, Video) und das methodisch didaktische Vorgehen. Zur Zeit findet auf dem Reiterhof „Green Elker Appaloosa and Quarter Horses“ in Beckum ein Trainer C Lehrgang statt und im Frühjahr 2005 wird es hier auch wieder einen Kurs Trainer C und B geben. Ein Kurs für Trainer A ist in Planung. Die Reitanlage auf dem Hof „Green Elker Appaloosa and Quarter Horses“ bietet optimale Bedingungen, denn neben einem Außenreitplatz, einem Trail-Platz, der Reithalle, einem Pferdesolarium und einem Clubhaus gibt es hier ausreichend neu gebaute Boxen für die Gastpferde.

„Das Westernreiten wird heute immer noch von vielen als Cowboysport belächelt,“ so Marina Perner, „doch bei den Westernreitern muss genauso eine Reittechnik vorhanden sein, wie beim klassischen Reiten“. „Ein Westernpferd hat genauso eine Verdauung, wie ein klassisch gerittenes Pferd, damit soll gesagt werden, dass wir alle von Pferden und vom Reiten reden“, so die Trainerin. Letztlich gilt es immer nur zum Wohle des Pferdes zu handeln.

BUZ: Die Unterrichtsgestaltung im Trainerkurs ist prüfungsrelevant und wird von Grund auf gelernt. (Hier Marina Perner mit ihren berittenen Schülern und einem männlichen Teilnehmer)

BUZ: Marina Perner ist eine von rund 20 Westerntrainern, die die Lizens A haben. Ein Berufsfeld in dem Nachwuchs gesucht wird.

BUZ: Siebzehn Westernreiter entschieden sich, in Beckum einen Kurs für die Trainer C-Lizens mitzumachen, um sich fortzubilden.

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