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Kursberichte 2004

Motivation ist alles

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Marina Perner | Trainer A EWU / DSB


BESONDERHEITEN

Trainer C Lehrgang mit Marina Perner auf dem Gestüt Goting Cliff
Pia Staudt

KURSDETAILS UND INFORMATIONEN

100 WAYS TO SAY "VERY GOOD"
You make it look easy...I knew you could do it...Well, you doing good today

Motivation ist alles.....
Trainer C Lehrgang mit Marina Perner auf dem Gestüt Goting Cliff


Wiedereinmal ein trüber , nasser November und 16 wagemutige und hoffnungsvolle Reiter aus Süd und Nord reisen nach ..............wohin wohl?
WAGENHOFF, wie der Name schon sagt, wagen wir es und hoffen am Ende des Monats die Prüfung zum Trainer C zu bestehen. Aber bis dahin ist es noch lange hin.
Das Gestüt Goting Cliff von Peter & Edith Kreinberg bietet für unseren Kurs gemütliche Unterkunft und Trainingsmöglichkeiten für Reiter und Pferd. Bei Marina Perner, als Kursleiterin, fühlen wir uns von Anfang an in den besten Händen.

Ein Teil der Leute kannte sich vom Vorbereitungslehrgang im September, dort übten wir schon mal die Grundlagen der Unterrichtserteilung : Drei Reiter im Blick haben, den Ist-Zustand erkennen, genügend und richtiges Feed-back geben und ganz wichtig, keinen vergessen.
Jetzt ging es aber los!
Was wissen wir denn noch von dem gesamten Reitabzeichen- Unterrichtsstoff?
Schnell waren die Lücken entdeckt und mussten gestopft werden. Aber , wann ? Das sah schon jetzt nach Nachtschichten aus , denn wir waren ja zusammen gekommen um in der Hauptsache Sportlehre zu lernen.

Der freundlichen Empfehlung , schon mal das Buch Sportlehre aus dem FN-Verlag vor Kursbeginn gelesen zu haben waren wir wohl alle, wenn auch mit unterschiedlichem Ergebnis nachgekommen.
Viele packte die Verzweiflung, wie man innerhalb von 18 Tagen Kurs eine allgemein verständliche Struktur in den Stoff und dann auch noch in unsere Köpfe bringen könnte.
Vorab gesagt : Marina schaffte es ! Auch sie hatte sich schon Gedanken gemacht z.B. um eine Darstellung der Energiebereitstellung in den Zellen , die auch von Nicht-Chemikern zu verstehen war.
Aber da war ja noch eine Menge anderes an Theorie und Praxis , die APO zählt es uns alles auf!

Die Unterrichtserteilung und das Reiten
Wird der angehende Trainer überhaupt von seinen Reitschülern verstanden , akustisch und auch intellektuell.
Versteht der Reitschüler statt Kehrtvolte nur Quervolte , löst das eine völlig falsche Bewegungsvorstellung aus ! Wie bitte reite ich eine Quervolte?
Natürlich wurde auch unsere Flexibilität getestet : Zum Training bekamen wir das Thema der Stunde manchmal erst beim Eintritt in die Reithalle gesagt.
Nach vielen , vielen praktischen Unterrichtsproben wurde unser eigenes Konzept immer klarer:
Stundenziel transparent erläutern , Ist-Zustand abprüfen, jedem ein Feed-back geben und ihn mit einer weiterführenden Aufgabe oder mit einer helfenden Korrektur in die nächste Übung entlassen, Lernzielkontrolle und Reflexion. Und immer ein positiver Abschluss der Stunde!

Auf unseren Standort achten und alles und jeden im Blick haben, vor allem die Sicherheit.
Aber da war ja noch die schriftliche Lehrprobe!
Ausgerechnet an ihrem Geburtstag musste sich Marina mit unseren Vorentwürfen die Haare raufen. Mit vielen guten Tipps zum üben und schreiben wurden wir in die einwöchige Pause entlassen.
Dann kam der zweite Teil des Lehrgangs und es wurde richtig Ernst : Die Lehrprobe musste fertig werden (......ohne Computerkurs ging da gar nichts) , die Klausur über Sportlehre und Reitlehre stand vor der Tür , die Geländeritte mit Gruppen- und Einzelgalopp mussten geübt werden , da war auch noch Trail und Horsemanship.......

Auch Trainer A müssen manchmal steile Stufen erklimmen!
Zur besseren Gruppendynamik ließ Marina uns in verschiedenen Themenbereichen Referate schreiben. Ihre Intension sagte, dass diese Arbeit , immer vier Schüler im Team, zum besseren Verständnis des Lehrstoffes beiträgt.
Sie freute sich über diverse Arbeiten , die in Nachtarbeit entstanden, denn sie sieht ja so gerne Comics an .......und überhaupt lernt man besser, wenn man über ein Thema referiert hat!
Sie hatte recht, keiner von uns hatte auch nur noch das kleinste Problem mit den Themen die wir in mühevoller Kleinstarbeit ausgetüftelt haben.
Die Theorie zum Gelände werden wir wohl nie vergessen. Aber auch über die Faktoren welche sportliche Leistungen beeinflussen wissen wir jetzt ziemlich viel.
Viel schwieriger als ATP und Superkompensation war für manche die Organisationsstrukturen der FN und der EWU.
Wieder und wieder fragten wir uns ab und wiederholten, endlich hatten es alle begriffen.

"Niemals gegen die Reitregeln und die Kennzeichnungspflicht verstoßen"
Leider hatten wir bis zum Prüfungstag drei Ausfälle zu beklagen , aber alle waren so nett und stellten sich weiterhin als Reitschüler und auch als Fotograph und Videofilmer zur Verfügung, sodass niemand seinen praktischen Unterricht oder die Lehrprobe umstellen musste.

Wie äußert sich Angst im Reitsport ?
Warum Herr Tietge von der FN am Prüfungstag flüchten wollte,
wissen wir nicht. Aber Jochen Held konnte ihn aufhalten.

Gut , das wir dies im Unterricht besprochen haben. Am Prüfungstag konnten wir es an uns selbst erfahren:
Vegetative und motorische Störungen, Denkblockaden und veränderte Reaktionsweisen. Und von allem durfte unser Partner Pferd nichts mitbekommen, denn Horsemanship, Trail und Geländeprüfung sollten ja reibungslos funktionieren.
Der lange Tag begann um sechs Uhr in der Abreitehalle, dann sich und das Pferd turniermäßig herausputzen und der Tag nahm seinen Lauf. Abends um 18h waren wir glücklich und zufrieden, als Jochen Held und Heinrich Hinterthan allen zur bestandenen Prüfung gratulierten!

Herzlichen Dank nochmal an Marina, die uns so kompetent , sicher und fair auf die Prüfung vorbereitete. Leider konnten wir ihr nicht den Gefallen tun und zum Musikreiten auf David Bowie zurück greifen, das hätte uns wahrscheinlich in Schwierigkeiten mit dem Takt von Schritt , Trab und Galopp gebracht.... aber das wird sie verschmerzen!
Was mich betrifft habe ich eine ganze Menge Motivation „Gutes Reiten“ im Sinne von Horsemanship an Interessierte weiterzugeben. Was zählt ist, mit Spaß und Verstand diese Sportart auszuführen und mit dem Partner Pferd viele angenehme Stunden zu erfahren und zu erleben.

Fazit: Ziel erreicht, der Lehrgang hat mir viel Wissen gebracht, welches es jetzt, für mich als Trainer C, umzusetzen gilt. Tja, Motivation ist die halbe Miete.
In diesem Sinne ein erfolgreiches neues 2005 und viele zufriedene Pferde und Reiter.

Pia Staudt

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